die zukünftige Herberge

Wir werden im Großteil des Hauses Gruppen wie Schulklassen, Vereine, Exkursionen, Familien oder Teams willkommen heißen. Dafür stehen zukünftig neun Gästezimmer inkl. WC und Dusche, zwei Seminarräume, eine Küche zum pädagogischen Kochen, eine Kreativwerkstatt, eine Besucherküche, eine große Terrasse und diverse andere Ausstattungsmerkmale zur Verfügung.

Auf dem nach Süden ausgerichteten Dach wird die Energie der Sonne in Wärme und Strom umgewandelt. Im Garten werden Pflanzen zur Verwendung in der Küche und zum Basteln angebaut. Außerdem soll das Grundstück wie früher zum Entspannen und Verweilen unserer Gäste einladen. Darüber hinaus laden wir über ein breites Angebot zu Naturerlebnis, Umweltbildung und anderen Projekten ein.

Im Dachgeschoss wollen wir unser Zuhause finden. Wir begleiten unsere Gäste zu interessanten Nachbarn und durch die Region zu Ausflügen. Als Herbergsfamilie sind wir für alle Bedürfnisse unserer Gäste jederzeit da und freuen uns über interessante und nette Begegnungen!

Umsetzung

Wir haben einen fertigen und geprüften Geschäftsplan, diverse Gutachten, einen abgabebereiten Antrag auf Baugenehmigung, fertige Grundrisse, einen positiven Bauvorbescheid und einen fertigen Antrag auf EU-Fördermittel. Derzeit bedarf es für eine Finanzierungszusage noch einer Erhöhung unseres verfügbaren Eigenmittelanteils, z. B. zur Abfederung von Kostenerhöhungen.

Wir hoffen, 2018 unsere eigenen Mittel dahingehend zu erhöhen, sodass wir eine Zusage für einen Kredit zur Sanierung erhalten. Unterstützen Sie uns beim Erhalt des Hauses!

Unterstützung

Wir freuen uns über jede Hilfe bei unserem Vorhaben! Folgende Dinge helfen uns auf dem Weg zur vollständigen Eröffnung der Herberge:

  • Baugeräte, Baufahrzeuge, Baumaterialien
  • Helfer, Muskelkraft, Know-How, Kooperations-Partner
  • Zeitzeugen, Fotos, Geschichte, Pläne
  • Darlehen, Sponsoring-Partner, finanzielle Zuwendungen (PayPal)

Bei Interesse zur Unterstützung stellen wir gerne detaillierte Unterlagen unseres Konzeptes zur Verfügung, geben Führungen durch das Gebäude oder kommen zu einem Gespräch vorbei!

Geschichte

Folgende Tafel informiert Wanderer am Aufstieg zum Lilienstein über unser Vorhaben mit der alten Herberge. Außerdem gab es im November 2016 zu unserem Vorhaben einen schönen Artikel in der SZ.

Über zahlreiche Begegnungen mit Einheimischen oder anderen Ortskundigen an der Herberge oder in der Region konnten wir spannende Dinge erfahren, die weiter unten beschrieben sind.

Wohnhaus (1876 – 1926)

Ein ursprünglich kleineres Gebäude wurde in den 1870er Jahren hier als Wohnhaus No. 178e in Königstein-Halbestadt errichtet und ungefähr 50 Jahre genutzt. 1926 wurde ein Antrag zum Aufbau zweier Geschosse darauf durch den „Verein Jugendwohl Dresden e.V.“ gestellt.

Jugendherberge (ab 1927)

Die beiden nahe beieinander liegenden Gebäude waren in den 1930er Jahren die „Deutsche Jugendherberge Königstein-Halbestadt am Lilienstein“, zeitweise auch „Jugendwohl-Heimstätte“ genannt. Unser Haus ist das vordere und war damals das Hauptgebäude mit Speisesaal, Aufenthalts- und Seminarraum, Schlafräumen, Toiletten- und Waschräumen und Wohnung. Beide Häuser zusammen hatten 120 Schlafgelegenheiten.

Hort (1964 – 1972)

Von 1964 bis 1972 war das Haus der offizielle Hort von Königstein und auf dem Grundstück befand sich der Schulgarten. In dieser Zeit wurde das Haus über eine Pferdekutsche mit Kohle versorgt, die bei winterlichen Bedingungen manchmal mit dem Schlitten den Berg herab befahren wurde. In Königstein und Umgebung gibt es zahlreiche Zeitzeugen, die entweder zu dieser Zeit im Haus gewohnt haben oder als Kinder hier in den Hort gegangen sind.

Betriebsferienheim (bis 1990)

Nach der Hort-Zeit wurde das Haus die Ferienstätte für einen Baubetrieb „VEB Baureparaturen Wittenberg“. 1984 fand eine umfangreiche „Modernisierung“ statt und die auf den alten Postkarten erkennbare Treppe auf der linken Seite vom Haus musste einer großen Terrasse mit integrierter Kläranlage weichen. Auch mit Zeitzeugen aus dieser Zeit kamen wir bereits am Wanderweg ins Gespräch. Am 21.5.1990 wurde das letzte Mal Bettwäsche zur Reinigung abgegeben.

kleine Pause

Seit der Wende ist das vordere Haus ungenutzt. Lediglich vier Fenster wurden zum Schutz vor Einbruch zugemauert. Nachbarn berichteten uns davon, dass manchmal Kletterer oder Wanderer im Gebäude hausten. Beim Aufräumen kamen zahlreiche Tierknochen und Kadaver zum Vorschein und anfangs auch ein lautes Siebenschläfer-Paar, welches sich aufgrund unserer Aktivitäten wohl inzwischen eine neue Bleibe gesucht hat.

Nun arbeiten wir an der Finanzierung der Sanierung und freuen uns über jede materielle, personelle oder finanzielle Unterstützung!